Die Gebirgsgruppe der Dolomiten befindet sich an der südöstlichen Grenze der Alpen und ist zwischen den Regionen Venetien (Provinzen Belluno, Vicenza und Verona), Trentino-Südtirol und Friaul-Julisch-Venetien (Provinzen Udine und Pordenone) aufgeteilt.Die Dolomiten bestehen hauptsächlich aus Karbonatgestein und entstanden in der Triaszeit (vor ca. 250 Millionen Jahren). Damals lag das Gebiet noch unter dem Meeresspiegel, durch plattentektonische Bewegungen wurden Kalkalgen, Muscheln und Korallen mit der Zeit jedoch auf über 3.000 m über dem Meeresspiegel angehoben (sog. alpine Orogenese).Zwischen 1700 und 1800 wurden die Dolomiten erstmals von dem französischen Naturforscher Deodat de Dolomieu untersucht und schließlich nach ihm benannt. In schriftlichen Quellen tauchten sie erstmals 1864 in einem Reisebericht der englischen Naturforscher Churchill und Gilbert auf.
Die „Bleichen Berge“, wie sie wegen der Farbe des Gesteins auch genannt werden, reflektieren stark das Licht, das auf sie trifft. Bei Sonnenauf- und –Untergang, wenn die Sonne tief steht und die blauen Lichtanteile nahezu vollständig in der Atmosphäre zerstreut werden, erstrahlen die Felswände in intensivem Rosa, Orange oder Feuerrot – das Phänomen der „Enrosadira“.
Es ist unter anderem diese Eigenschaft, die dazu beigetragen hat, dass das irdische Paradies der Dolomiten am 26. Juni 2009 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurde.
Heute sind die Belluneser Dolomiten von Arabba zu allen Jahreszeiten ein attraktives Urlaubsziel und bieten eine breite Palette an Aktivitäten für Ihre Ferien in den Dolomiten: Skifahren, Skitouren und Langlaufen im Winter, Wandern, Klettern, Biken/Mountainbiken und Auto/Motorradfahren im Sommer sind nur einige Beispiele. Es gibt aber auch genügend Gelegenheit, die Ruhe und Stille der Berge zu genießen und vollkommen abzuschalten: Wiesen, Wälder und Weiden, die im Sommer grün, im Winter schneeweiß und im Frühling und Herbst farbenfroh sind, ermöglichen es den Besuchern von Arabba, in den Dolomiten für eine Weile der Hektik und dem Lärm der Stadt zu entfliehen.
Das „Settsass“-Massiv, das sich hinter Arabba erhebt, besteht aus zwei alten, sich überlappenden Atollen: dem „Settsass“ und dem „kleinen Settsass“. Es ist eines der ersten Gebiete in den Dolomiten, die wissenschaftlich untersucht wurden, und wird nach seinem Erforscher auch „Richthofen“-Klippe genannt. Seine Arbeit, die zu den Anfängen der modernen Geologie zählt, lieferte bedeutende Erkenntnisse zur Theorie der Plattentektonik. Die gut erhaltene Struktur der beiden Klippen inklusive fossiler Unterwasserrampen und organischer Tiefsee-Ablagerungen, die sog. „Formation von S.Cassiano“, verleihen dem Settsass-Massiv eine große geologische Bedeutung.